Herzenswunschmobil für das BRK Berchtesgadener Land

Michaela Kaniber übernimmt die Schirmherrschaft

21.07.2018

Die heimischen BRK-Bereitschaften haben bei einem Festabend feierlich ihr neues „Herzenswunsch-Hospizmobil“ in Dienst gestellt. Schwer kranken Menschen können damit letzte Wünsche erfüllt werden. Stimmkreisabgeordnete Michaela Kaniber übernimmt langfristig die Schirmherrschaft.

Damit steht ab sofort ein eigener, rein über Spenden finanzierter Krankenwagen in der Region zur Verfügung, mit dem die freiwilligen Rotkreuzler schwerst Kranken und armen Menschen unabhängig von den eigenen finanziellen Möglichkeiten einen vielleicht letzten Herzenswunsch erfüllen können. Und zwar auch, wenn die Krankenkassen die Fahrt ans Meer, ins Gebirge, zum Fußballspiel oder einfach nur nach Hause zur Familie wegen der fehlenden medizinischen Notwendigkeit nicht bezahlen würden. Stadtpfarrer Markus Moderegger und sein niederbayerischer Kollege, BRK-Pfarrer und Notfallseelsorger Klaus Klein, spendeten dem Fahrzeug und den Einsatzkräften rund um die Projektleitung mit Schirmherrin Michaela Kaniber und den beiden Organisatoren Florian Halter und Dr. med. Christian Stöberl den kirchlichen Segen.
 
Kaniber sicherte den vielen anwesenden Rotkreuzlern und Hospizschwestern aus dem gesamten Landkreis zu, langfristig die Schirmherrschaft zu übernehmen und sich für das Hospizmobil als jüngstes Kind der BRK-Bereitschaften persönlich einzusetzen. Sie sprach frei und sehr bewegend ohne vorbereitete Rede und griff die Worte von Klaus Klein und Florian Halter auf: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit und macht mich wahnsinnig glücklich, so etwas Besonderes und Wichtiges unterstützen zu dürfen, für ganz viele Menschen wie Euch, die das Herz am rechten Fleck haben! Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr auch selbst bei der Wunscherfüllung ganz viel Freude habt und persönliche Glücksmomente erlebt!“ Kaniber hatte bereits auf der Anfahrt mit Ministerpräsident Markus Söder telefoniert, der von der Bedeutung des Projekts überzeugt ist und es auch in Franken realisieren will.
 
Anmelden kann man Wünsche von schwerst Kranken unverbindlich über die Internetseite des Roten Kreuzes unter www.brk-bgl.de oder die E-Mail-Adresse hospizmobil@kvbgl.brk.de. Ein Gremium aus Arzt, Betreuern, Seelsorger, Angehörigen und Organisator entscheidet dann individuell, wie und ob der Wunsch verwirklicht werden kann. Die eigentliche Arbeitsleistung der beteiligten Ärzte, Sanitäter, Betreuer und Seelsorger im Projekt erfolgt unentgeltlich und ehrenamtlich. Zur einkommensunabhängigen und für den Patienten kostenfreien Wunscherfüllung ist der BRK-Kreisverband aber trotzdem auf Förderer angewiesen, denn der Betrieb und die Ausstattung des Fahrzeugs kosten jede Menge Geld. Wer das Projekt unterstützen will, kann mit dem Betreff „Herzenswunsch“ auf das Konto 737, bei der Sparkasse Bad Reichenhall, Kontonummer Bankleitzahl 71050000 (IBAN: DE16 7105 0000 0000 0007 37, SWIFT-BIC: BYLADEM1BGL) spenden. Aktuell kommt noch ein lang gedienter und gut gewarteter VW-T5-Flachdach-Krankenwagen der BRK-Bereitschaften mit über 220.000 Kilometern zum Einsatz, der zwar über einen Allrad-Antrieb für Fahrten ins Gebirge verfügt, aber ansonsten als Wunschmobil für längere Ausflüge zu klein ist und zu viel Sprit verbraucht. Langfristig will das Team – je nachdem wie oft das Fahrzeug angefordert wird und wie viele Finanzspritzen eingehen – auf ein größeres, neues Fahrzeug umsteigen.