Kehlstein von Teer befreit

28.000 Tonnen kontaminiertes Material abtransportiert

25.06.2018

Zur Freude von Staatsministerin Michaela Kaniber konnte nach einer intensiven Bürgerbeteiligung die Sanierung der Kehlsteinwege bei Berchtesgaden erfolgreich abgeschlossen werden. Auf 13 Kilometern Länge haben die Bayerischen Staatsforsten in den letzten 12 Monaten rund 1.000 LKW-Ladungen belastetes Wegebaumaterial durch eine gesundheitlich unbedenkliche, helle Schotterschicht ersetzt. Die Kosten belaufen sich auf fünf Millionen Euro.  

"Gut Ding will Weile haben - dieses alte Sprichwort trifft auf die Altlastensanierung der Kehlsteinwege vollkommen zu", so die Staatsministerin. Sie lobte vor allem den Einsatz von Landrat Georg Grabner, der gemeinsam mit dem BaySF-Vorstand einen Runden Tisch initiierte, bei dem in Gesprächen mit allen Beteiligten, von der Bürgerinitiative bis zu den Behördenvertretern, alle Fakten, Bedenken und Probleme offen diskutiert und gemeinsam Lösungen gefunden werden konnten. "Wenn ich allein daran denke, dass ein Teil der Kehlsteinwege im Wasserschutzgebiet und somit im Wassereinzugsgebiet der Endstalquelle liegt, die für die Trinkwassergewinnung Berchtesgadens verantwortlich ist, bin ich froh das der giftige Teer entsorgt ist. Das ist ein großer Erfolg für Natur und Umwelt und die Menschen die hier leben."
 
Auf 13 Kilometern waren bis zum Wintereinbruch teilweise vier Trupps im Einsatz. Das kontaminierte Material wurde mit kleinen Unimogs zu zwei Umschlagplätzen nahe Scharitzkehl und Ofnerboden transportiert. Hier wurde es von Lastwagen abgeholt und zur Deponie gefahren. 28.000 Tonnen wurden entsorgt, Stützmauern und kleine Brücken, sogenannte Ingenieurbauwerke blieben unangetastet. Zudem wurden die Kehlsteinwege nicht extrem ausgebaut, sondern für die Zwecke des Forstbetriebs nur moderat erweitert - auf einen forstlichen Standart von drei Metern. "Auch wenn das mancher kritisch sehen mag, aber ausreichend breite Wege sind unabdingbar, damit wir unsere vom Klimawandel bedrohten Berg- und Schutzwälder pflegen und erhalten können", so Kaniber. Alles in allem eine Lösung, mit der auch die Bürgerinitiative zufrieden ist. Dieses finale Miteinander nach einem anfänglichen Tauziehen lobte Kaniber. Ebenso den Schutz der Wasserversorgung des Marktes Berchtesgaden durch den Ausbau der Teerschicht.