Jagd spielt Schlüsselrolle in naturnaher Forstwirtschaft

Wildfleisch-Direktvermarktung am Forstbetrieb Berchtesgaden eröffnet

15.06.2018

Im Forstbetrieb in Berchtesgaden gibt es ab sofort frisches Wildbret aus den Bayerischen Staatsforsten. Staatsministerin Michaela Kaniber eröffnete die Wildbretboutique gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer und Forsbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. 

"Alle schönen Dinge, die mein Landwirtschaftsministerium vereint, darf ich heute zelebrieren: den Forst, die Jagd und die Ernährung", so Michaela Kaniber. "Es freut mich ganz besonders, dass wir hier und heute mit der 14. Direktvermarktung starten. Ich glaube die wenigsten sind sich darüber bewusst, wie wichtig die Jagd in Berchtesgaden ist und wie wichtig auch der Bergwald ist. Denn das eine bedingt das andere und ich freue mich sehr, dass das in Berchtesgaden alles wunderbar klappt. Ich bin mittlerweile in ganz Bayern unterwegs und erlebe die kontroversesten Diskussionen. Umso stolzer bin ich auf meine Heimat und die Wertschöpfung die hier geschieht. Bitte bewahrt euch das gute Miteinander." Das Fleisch sei von bester Premiumqualität und das ganze Jahr erhältlich, so die Ministerin. "Wild ist eine der gesündesten Fleischarten und wir dürfen uns hier über bestes Biofleisch freuen."
 
„Mit dem Einstieg in die Direktvermarktung von qualitativ hochwertigen Wildfleisch und Wildprodukten wollen wir der Öffentlichkeit zeigen, dass die Jagd für uns nicht nur eine Schlüsselrolle für eine naturnahe Forstwirtschaft besitzt, sondern dass dabei auch ein hochwertiges, biologisches Lebensmittel produziert wird“, so Dr. Daniel Müller. Dass das Produkt Wildfleisch derzeit bei den Bayerischen Staatsforsten hoch im Kurs steht, belegt auch die Tatsache dass vor einigen Tagen ein eigenes Kochbuch der BaySf in München vorgestellt wurde. Unter dem Titel des Kochbuches „Wilder Genuss“ grillte dort Revierjagmeister Hubert Reiter aus Unterjettenberg zusammen mit der Forstministerin Michaela Kaniber in München groß auf.
Das Fleischangebot des Forstbetriebes variiert ja nach Jahreszeit: Im Sommer gibt es Steaks zum Grillen, im Winter eher Braten oder Keulen. Dazu das ganze Jahr über Salami, Knacker und Gams-, Reh- oder Hischschinken. Metzgermeister Josef Sprenger von der Metzgerei Ehler zerlegt das Fleisch und löst auch die Knochen aus. Die neu eröffnete Verkaufstelle ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr geöffnet, Freitags von 8 bis 12 Uhr.