Michaela Kaniber und der CSU-Kreisverband BGL unterstützen die Vorbereitung

Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022

12.12.2013

Am 5. Juni 2013 hat die Vollversammlung des Münchener Stadtrates die Vorbereitung einer Bewerbung Münchens für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 beschlossen. Am 6. Juni 2013 eröffnete das Internationale Olympische Komitee IOC die erste Phase des Bewerbungsverfahrens. Vor der Abgabe einer möglichen Bewerbung wird am 10. November 2013 in den Landkreisen mit Wettkampfstätten München, Garmisch-Partenkirchen, Traunstein und im Berchtesgadener Land ein Bürgerentscheid durchgeführt.

Interessierte Städte müssen ihre Bewerbung bis spätestens 14. November 2013 beim IOC einreichen. Die Entscheidung über die Vergabe fällt auf der 127. IOC-Session am 31. Juli 2015 in Kuala Lumpur.
 
Sollte die Bevölkerung hinter den Spielen stehen, sind die Chancen für München laut einhelliger Expertenmeinung so gut wie nie zuvor. Eine erneute Bewerbung Münchens, diesmal im Verbund mit Garmisch-Partenkirchen und den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein, ist aber auch nur dann von Erfolg gekrönt, wenn man im Vorfeld die positiven, aber auch die negativen Aspekte einer Bewerbung, öffentlich diskutiert und auch offen kommuniziert. Eine breite Zustimmung in der Öffentlichkeit und auch die Unterstützung der Politik sind die notwendige Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung.
 
Nachhaltige und ökologisch verträgliche Olympische- und Paralympische Winterspiele 2022 sind mit dem neuen Sportstättenkonzept sicher gestellt.
 
Sportstättenkonzept
 
Das sehr gute Konzept der Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2018 soll dafür in wesentlichen Punkten optimiert werden. In das Sportstättenkonzept sollen die bestehenden Anlagen in Ruhpolding aufgenommen werden, was vom CSU-Kreisverband Berchtesgadener Land ausdrücklich befürwortet wird. Die Biathlon- und Langlaufwettbewerbe sollen in der Chiemgau Arena stattfinden und somit würde sich neben der Kunsteisbahn am Königssee, eine weitere Wettkampfstätte in unserer Region befinden. In der Bewerbung für 2022 ist auch geplant, ein eigenes zentrales Olympisches Dorf für die Athletinnen und Athleten und die Medienvertreter in der Nähe dieser Wettkampforte zu errichten. Das Medienzentrum soll in der Max-Aicher-Arena, der Eisschnelllaufhalle in Inzell, untergebracht werden. Somit würden die WM-erprobten Strecken am Zirnberg in Ruhpolding im Jahre 2022 in olympischenm Glanz erstrahlen. Die als Mekka des Biathlonsports bezeichnete Chiemgau-Arena würde einen mehr als würdigen Rahmen mit einer unvergleichlichen Stimmung für die olympischen Biathlon- und Langlaufwettbewerbe geben. Ein Einbindung der bestehenden Wettkampfstätten in Ruhpolding ist ein großer Vorteil zur Bewerbung für 2018, da kein neues Biathlon- und Langlauf-Stadion in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen im Gut Schwaiganger gebaut werden müsste. Eine nachhaltige und umweltverträgliche Lösung ist somit für die aktuelle Bewerbung gegeben.
 
In Schönau am Königssee sollen, wie in der letzten Bewerbung, die Bob-, Rodel und Skeletonwettbewerbe an der dortigen Kunsteisbahn durchgeführt werden. Die Kunsteisbahn am Königssee ist die älteste Kunsteisbahn der Welt und seit dem letzten Umbau auch die modernste Anlage der Welt. Für ihre schwierige Streckenführung bei den Athletinnen und Athleten gefürchtet, aber für die einmalige Stimmung an der Bahn geliebt, wird die Kunsteisbahn am Königssee eine hervorragende Wettkampfstätte im Konzept der Bewerbung für 2022 sein. Auch hier wird auf bereits bestehende Anlagen zurückgegriffen, die sich bereits bei vielen Weltmeisterschaften und Weltcups bewährt haben. Ein nachhaltige Nutzung für die Zeit nach den Olympischen Spielen ist auf alle Fälle gegeben, ist die Kunsteisbahn am Königssee schon jetzt die Kunsteisbahn auf der Welt, die am meisten genutzt wird.
 
In München sollen, wie im Konzept für 2018, im altehrwürdigen Olympiastadion die Eröffnungs- und Schlussfeier und darüber hinaus die Eissportwettbewerbe, wie zum Beispiel Eiskunstlauf oder Eishockey, stattfinden. Das neue Sportstättenkonzept sieht darüber hinaus vor, die Freestyle-Wettbewerbe Aerials und Halfpipe im Münchner Olympiapark durchzuführen.
 
In Garmisch-Partenkirchen würden die Ski-, Snowboard
 
- und Skisprungwettbewerbe auf den bereits bestehenden Anlagen stattfinden.
 
Durch die Erweiterung der Austragungsorte um Ruhpolding ist es möglich, die bestehende Sportinfrastruktur in Oberbayern zu nützen, welche sich seit Jahren bewährt und es sichergestellt ist, dass das sportbegeisterte Publikum für eine einzigartige Atmosphäre bei den Spielen sorgen wird. Dies ist auch aus ökologischer Sicht einen Schritt in die richtige Richtung, denn so wird es nicht notwendig, wertvolle Kulturlandschaften für Olympiabauten zu verbauen. Eine nacholympische Nutzung ist bei diesen Sportanalagen gegeben und somit besteht nicht die Gefahr, dass extra für olympische Spiele errichtete Sportanlagen nach den eigentlichen Wettkämpfen nicht mehr benötigt werden und brachliegen.
 
Kosten und Verträge mit dem IOC
 
Eine Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 wird Kosten für die betroffen Landkreise Berchtesgadener Land, GarmischPartenkirchen, Traunstein und die Landeshauptstadt München verursachen. Diese müssen von Anfang an transparent und für alle Bürgerinnen und Bürgern nachvollziehbar kommuniziert werden. Hier kann man auf die Erfahrung und Strukturen aus der Bewerbung für 2018 zurückgreifen, was auch Kosten einsparen wird. Die Haftungsrichtlinien und Inhalte, welche in den Verträgen des IOCs mit den Ausrichterstädten festgeschrieben werden, müssen auch transparent offen gelegt werden. Wichtig ist hierbei auch, dass die beteiligten Kommunen und Landkreise, sowohl vom Freistaat Bayern als auch von der Bundesrepublik Deutschland voll unterstützt werden und Haftungsrisiken minimiert werden müssen.
 
Eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Verträgen und auch der Institution des IOC muss erlaubt sein und ist auch zwingend notwendig. Die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürger muss immer sichergestellt sein.
 
Spiele Für die Jugend der Welt 
Olympische Spiele sind das größte Sport- und Medienereignis der Welt. Im Jahre 2022 kann Deutschland 50 Jahre nach den letzten Olympischen Spielen in München, wieder zum Nabel der Sportwelt werden. München wäre die erste Stadt überhaupt, die somit Sommer als auch Winterspiele ausrichten würde. Olympische Wettbewerbe in den Wintersporthochburgen Bayerns wären für alle Athletinnen und Athleten ein unvergleichliches Erlebnis. Es wären Spiele für die Athleten und Spiele in traditionellen Wettkampforten, was auch einen Gegenpol zu der Gigantonomie der letzten Olympischen Spiele ergeben würde. Für die Sportlerinnen und Sportler aus unserer Region ist es natürlich ein besonderes Ziel solche „Heimspiele" als aktiver Olympionike miterleben zu dürfen. Für den Sportstandort Bayern ist dies auch sehr positiv, weil ein wichtiger Impuls für die Nachwuchsarbeit Richtung 2022 gesetzt würde.
 
Neue Mittel würden für die Ertüchtigung der bestehenden Sportinfrastruktur bereitgestellt, aber auch für unsere Sportvereine würden Mittel für die Nachwuchsförderung gezielt dafür zur Verfügung gestellt. Somit profitieren von Olmypischen- und Paralympischen Winterspielen nicht nur einige wenige Spitzensportler, sondern auch der Breitensport.
 
Deutschland kann sich wieder als Gastgeber der Sportwelt präsentieren. Ähnlich wie bei der Fussball-WM 2006, wird eine einmalige und euphorische Stimmung im Land garantiert sein.
 
Mit dem überarbeiteten Sportstättenkonzept für die Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2022 in München und seinen Partnerorten ist eine starke Bewerbung auf den Weg gebracht worden. Es ist wichtig und richtig am 10. November 2013 einen Bürgerentscheid zu diesem Thema durchzuführen. Die Bürgerinnen und Bürger haben dabei die Möglichkeit über eine Bewerbung Münchens abzustimmen. Das aktuelle ewerbungskonzept wurde optimiert und so werden nachhaltige, ökologisch verträgliche und stimmungsvolle Olympische und Paralympische Winterspiele 2022 erst möglich. Nach Abwägung aller Aspekte kommt der CSU-Kreisverband des Berchtesgadener Landes zu der Überzeugung, dass er eine Bewerbung mit voller Überzeugung unterstützt. Das letzte Wort haben aber die Bürgerinnen und Bürger beim Bürgerentscheid am 10.November 2013. Gehen Sie bitte zur Abstimmung und entscheiden Sie darüber, ob wir im Jahr 2022 gemeinsam einen Olympischen und Paralympischen Wintertraum erleben dürfen.