Dr. Florian Herrmann und Kerstin Schreyer-Stäblein: Kreiszahl Pi gesetzlich auf 3,0 festlegen – CSU-Landtagsfraktion will Schüler und Sachaufwandsträger entlasten

01.04.2016 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Die CSU-Landtagsfraktion hat am heutigen Tag eine Gesetzesinitiative im Bayerischen Landtag gestartet: Die Kreiszahl Pi soll durch das Bayerische Pi-Gesetz auf 3,0 festgelegt werden.

Um das Jahr 250 vor Christus hat der griechische Mathematiker Archimedes die Kreiszahl näher beschrieben. Seitdem quälen sich sämtliche Schülergenerationen mit dieser Zahl, die nicht genau, sondern nur annähernd mit 3,1415926535… angegeben werden kann. Angesichts der Belastungen, denen die heutigen Schülerinnen und Schüler ausgesetzt sind, will die CSU-Fraktion hier endlich Klarheit schaffen.

„Uns geht es darum, nicht nur die Schüler, sondern auch die Kommunen als Sachaufwandsträger zu entlasten“, verdeutlicht Dr. Florian Herrmann, Vorsitzender des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport des Bayerischen Landtags. Der Antrag der CSU-Fraktion geht auf seine Initiative zurück. Herrmann erhofft sich durch das Pi-Gesetz weniger Belastung für aufwendiges Mathematik-Unterrichtsmaterial und somit Einsparungen in den kommunalen Haushalten. „Nicht Zögern und Zaudern ist gefragt, sondern der große Wurf. Das erwarten die Menschen und die Kommunen in Bayern von uns.“

Die Landtags-CSU stellt sich mit ihrem gesetzlichen Pi-Wert von 3,0 weitergehenden Forderungen der Oppositionsfraktionen entgegen, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kerstin Schreyer-Stäblein erläutert: „Die Freien Wähler fordern wie immer einfach das Doppelte und wollten den Wert auf 6,0 festlegen, womit sie deutlich über das Ziel hinausschießen. Auch die SPD-Forderung nach einer Festlegung auf einen Wert von 3,98765421 bringt alles andere als eine Erleichterung. Das Argument der SPD, es müssten alle natürlichen Zahlen gerecht zum Zuge kommen, ist nicht schlüssig“, so Schreyer-Stäblein. „Für uns zählen ganze Werte, keine absteigenden Zahlen im Nachkommabereich.“ Die Fraktion der Grünen möchte die Kreiszahl übrigens ganz abschaffen und fordert stattdessen eine individuelle Festlegung in jeder Schulkonferenz. „Das Argument der Grünen, die Eigenverantwortung der Schule stärken zu wollen, ist hier völlig fehl am Platze“, sagte die CSU-Politikerin.