Dr. Florian Herrmann: Modellbau war Therapie - Kritikpunkt der Opposition widerlegt

16.07.2015 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Die Arbeitstherapie Modellbau in den Bezirkskrankenhäusern in Ansbach und Straubing diente der Therapie. Zu dieser Schlussfolgerung kam der Erste Strafsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg in einer gestern getroffenen Entscheidung. In diesem Beschluss verwarf er die Beschwerde des bekannten Insassen Roland S. gegen die Fortdauer der Unterbringung als unbegründet.

Bereits in der Sitzung des Untersuchungsausschusses Modellbau des Bayerischen Landtags Anfang Juli hatte der frühere Chefarzt im Bezirksklinikum Ansbach, Professor Dr. Athen, bestätigt, dass der Modellbau einen therapeutischen Nutzen hatte. Das OLG Nürnberg stellt weiter fest, dass die früheren Ausführungen des Untergebrachten in Begleitung kein Indiz für eine fehlende Gefährlichkeit sind. Denn sie können nicht mit Situationen verglichen werden, in denen der Untergebrachte selbst und unabhängig seine Zeit in Freiheit gestalten könne. Da sich der Untergebrachte in den letzten Jahren für neue Therapieformen geöffnet habe, komme nun eine Verlegung in ein anderes Bezirkskrankenhaus in Betracht, um nach erfolgreichem Abschluss dieser Therapiemaßnahmen Lockerungen erproben zu können.

„Die Feststellungen des Gerichts sind ein Beleg dafür, dass der Vorwurf der Opposition, Roland S. seien die notwendigen therapeutischen Maßnahmen vorenthalten worden, falsch ist“, so der stellvertretende Vorsitzende des Untersuchungsausschusses Modellbau, Dr. Florian Herrmann.