Dr. Ute Eiling-Hütig zum „Girls‘ und Boys‘Day“: Berufsmöglichkeiten voll ausschöpfen

22.04.2015 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

„Am „Girls‘ und Boys’Day“ wollen wir Mädchen und Jungen für ein gelungenes Berufsleben begeistern. Bei der Berufswahl sollten sich junge Menschen auf ihre persönlichen Stärken und Interessen konzentrieren und sich nicht durch Geschlechterklischees einengen lassen“, appelliert Dr. Ute Eiling-Hütig, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Frauen der CSU-Fraktion, anlässlich des „Girls‘ und Boys’Day“ an diesem Donnerstag.

In technischen Berufen sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Genauso sieht es beim Anteil der Männer in sozialen Berufen aus.

„Die jungen Frauen in Deutschland haben eine besonders gute Schulbildung. Trotzdem nutzen viele Mädchen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus. Über die Hälfte von ihnen entscheidet sich für einen von zehn Ausbildungsberufen im dualen System – kein naturwissenschaftlich-technischer ist darunter“, so Eiling-Hütig. In den MINT-Berufen, also den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sind Frauen mit einem Anteil von durchschnittlich 14 Prozent deutlich in der Minderzahl. Dabei sind nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts rund 22 Prozent aller offenen Arbeitsstellen in Bayern in den MINT-Berufsgruppen zu finden. „Hier bieten sich viele interessante Möglichkeiten. Wir müssen junge Frauen motivieren, diese Chancen zu ergreifen und ihre Talente bewusst am Arbeitsmarkt einzubringen“, fordert die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion. 

Jungen entscheiden sich oft für traditionelle „Männer-Berufe“ wie Kraftfahrzeug-Mechatroniker oder Industriemechaniker. In Kindertageseinrichtungen sind nur rund fünf Prozent der Beschäftigten männlich. Bei den Pflegekräften liegt der Männeranteil nur zwischen 13 und 15 Prozent. „Gerade im sozialen, erzieherischen und pflegerischen Bereich werden männliche Fachkräfte und Bezugspersonen daher dringend gebraucht“, so Eiling-Hütig.

„Ich freue mich, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler die vielfältigen Angebote am „Girls‘ und Boys’Day“ wahrnehmen. Auch für die Unternehmen ist dieser Tag wichtig. Sie haben die Möglichkeit, neue Bewerber zu gewinnen und dadurch die Anzahl guter Nachwuchskräfte in ihrer Branche zu erhöhen. In Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich niemand mehr leisten, auf das Potential von Frauen oder Männern zu verzichten, weder im technischen noch im sozialen Bereich“, so Eiling-Hütig abschließend.