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15.03.2016 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

„Bei der Gleichstellung von Männern und Frauen im öffentlichen Dienst gibt es Licht und Schatten“ kommentierte Ingrid Heckner, Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, die Vorlage des fünften Berichts über die Umsetzung des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der heutigen Ausschusssitzung.

„Zwar hat sich der Frauenanteil in der gesamten öffentlichen Verwaltung Bayerns deutlich erhöht. Beim Freistaat Bayern ist er seit 1996 von 44,5 Prozent auf 56,5 Prozent gestiegen“, erläutert Berichterstatter Thomas Huber. „Erfreulich ist auch der Anteil von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst. Er hat sich auf 37,4 Prozent erhöht“, so Huber weiter. „Festzustellen ist aber auch, dass bei näherer Betrachtung der Frauenanteil in Führungspositionen gemessen an der jeweiligen Personalstruktur besonders im Schulbereich zurückbleibt“, ergänzt Heckner.

Die CSU-Mehrheit lehnte im Ausschuss zwei Gesetzentwürfe der Opposition zur Änderung des Bayerischen Gleichstellungsgesetzes ab. „Immer neue gesetzliche Vorgaben führen zu keiner deutlichen Verbesserung der Situation, zumal die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen noch nicht ausgeschöpft werden“, erläutert Huber. „Wir setzen vielmehr auf einen Bewusstseinswandel der Verantwortlichen und aller gesellschaftlichen Gruppen. So soll jedes Ressort bis Ende 2016 Zielvorgaben entwickeln, in welchem Umfang es den Frauenanteil in Führungspositionen erhöhen will. Diese Ziele sollen bis Ende 2020 erreicht werden.“

Unverzichtbar sei es zudem, die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen, bei denen der Freistaat Bayern ohnehin Spitzenreiter sei, stetig weiter zu verbessern, um Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, so Heckner abschließend.